Tod im Juni
in einem stummen wald,
an einem schwarzen see,
sass ich, träumend von glück.
der krieg in weiter ferne grollte.
da trat ein prophet zu mir,
aus dem schatten,
mit schmutz an den händen,
grauem haar und unbekleidet.
er sah mich an,
mit leeren augen.
er sagte, er hätte den tod gesehen,
nicht weit entfernt,
abseits des krieges.
ich blieb regungslos,
es kümmerte mich nicht.
aus der ferne riefen trommeln.
da setzte er sich zu mir
und fragte mich nach dem grund des seins.
ich konnte ihm nicht antworten,
da wurde er zornig
und stiess mich in den abgrund.
es wurde kalt,
all das leid und der schmerz dieser welt
durchströmten mich
und ich starb in den armen eines kindes.
es hatte keine tränen mehr um zu weinen,
keine stimme mehr, um zu schreien,
keinen atem mehr, um zu leben.
die wiege war voller blut
und das trommeln hatte aufgehört.
es war juni, als die sonne verschwand.