Das kleine Fenster steht weit offen
Nebelschwaden ziehen daraus hervor
sie wecken Neugier in mir
langsam nähere ich mich ihm
vorsichtig zieht mein Blick auf die andere Seite
ins mir unbekannte
feuchter Nebel benetzt mein Gesicht
wie Tränen
nur ein leerer Wind flüstert leise
doch die Worte rauschen vorüber
verloren in der Stille
lange schaue ich suchend in die Tiefe
doch kein Punkt
auf dem mein Blick ruhen kann
traurig und verwirrt wende ich mich ab
schließe das Fenster
und aus irgendeinem Grund weiß ich
daß es meine Seele war
in deren Schlucht ich gesunken
das Gefühl der Leblosigkeit fernab aller Gefühle
macht mir Angst
und traurig verharre ich bei dem kleinen Fenster
unentschlossen, ob ich es erneut öffnen soll
oder warten …