Liebe

Das dunkle Meer rauscht verträumt
die riesige, jedoch kühle Scheibe des Mondes

balanciert müde auf dem Horizont
schon seit Stunden
die letzten Erinnerungen an den Tag
sind am Verblassen
ich weiß nicht
ob die Sonne je wieder den Himmel beherrscht
und eigentlich möchte ich auch nicht
daß ihre gleißende Hitze
je wieder meine Haut verbrennt
im weichen Sand sitze ich
gehüllt in sternklare Stille
und sehe zu, wie das Mondlicht zerfällt
in den Wellen eines Traumes
dessen Ursprung tief verborgen
im unendlichen Wolkenmeer meiner Sehnsucht
Deine Hand berührt mich
Deine Augen versinken in den meinen
Deine Umarmung läßt mich vergessen
und Dein Herz läßt mich Tränen vergießen
voller Liebe
auf das Grab meiner Isolation
und der Mond verharrt weiter
auf dem schmalen Streifen des Horizonts …