Sinnspiel
Hände, nach einem Gesicht suchend
tastend
im Glitzern des Abendwindes
Augen, haltlos schwebend
zerschneiden einsam das Licht
des zerflossenen Tages
meine Sehnsüchte ziehen leise
über die seichten Wellen
des Nichts
malen Träume im tiefblauen Nebel
in schmalen, verborgenen Schluchten
verlassen funkeln meine Gedanken
die einst im Sternensaal sangen
nun schweigen
vielleicht, wenn Haut Haut berührt
mein Innerstes hastig pulsiert
im Takt vergrabener Sinne,
meine Fingerspitzen
über wohlige Wärme gleiten
vielleicht wenn blühende Blicke
ineinander fließen,
stumme Herzen beginnen zu reden
und das glühende Licht
ertrinkender Augen fällt
vielleicht erwachen stille Gefühle
ganz leise …