Ich hätte nicht gedacht, von Arcana nochmal überrascht zu werden, klangen doch die letzten 2 Alben zwar schön, dennoch eher ideenlos und eintönig. Nun, ich habe mich getäuscht …
Auf seinem neuesten Album geht Peter Bjärgö (und natürlich seine mittlerweile 3 Mitstreiter) wesentlich handwerklicher, sprich: analoger zur Sache. Es wurden verschiedene Schlag- und Klanginstrumente original eingespielt, von ägyphtischen und armenischen ist im Cover die Rede. Natürlich bleibt aber auch der Arcana-typische ambiente und flächige, manchmal sehr düstere Sound nicht aussen vor, ebenso der mehrstimmige Chor, der immer mal wieder zu hören ist. Es gibt allerdings keinen Gesang mehr und der Chor tritt wesentlich weiter in Hintergrund als auf den bisherigen Scheiben. Manchmal muss ich sogar zugeben, dass er auch kaum als solcher zu erkennen ist.
Alles in Allem klingt die Scheibe wesentlich innovativer als die letzten Werke Arcanas, dank der Instrumente sehr authentisch und sehr erfrischend, nicht jedoch mittelalterlich, aber so klangen sie ja noch nie …
Zugegeben, es ist nichts wirklich neu, spätestens Dead Can Dance haben so oder ähnlich schon geklungen. Man kann aber “La Serpent Rouge” gut in einer ruhigen Stunde genießen und Peter Bjärgö seine letzten 2 eintönigen Scheiben vergeben …
Mein Anspieltipp: “Amber”.
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