Mein Online-Radio
Durch Zufall bin ich auf zwei wirklich tolle Möglichkeiten gestoĂen, Musik aus dem Netz zu hören … nicht zu klauen, nur zu hören
FĂŒr viele ist das sicher ein alter Hut, fĂŒr mich aber neu.
ZunĂ€chst wĂ€re da Pandora, ein personalisiertes Online-Radio. Dieser Dienst aus den USA (und nach eigenen Angaben auch nur auf selbige beschrĂ€nkt) erlaubt es Nutzern, Musik zu hören, die sie sehr wahrscheinlich mögen werden. Das wird dadurch erreicht, dass der Angemeldete sich eine Liste mit prĂ€ferierten Bands zusammenstellt. Dabei kann es allerdings abhĂ€ngig vom Musikgeschmack vorkommen, dass eine Suche nach einer Band erfolglos bleibt. Ich dachte zunĂ€chst, dass lediglich amerikanische Musik gefunden und angeboten werden kann, aber das gilt nicht ganz, denn die EinstĂŒrzenden Neubauten lieĂen sich finden. Wie dem auch sei, ist die Liste nun also fertig, drĂŒckt man einfach auf ‘PLAY’ und viele neue KlĂ€nge wandern ins Ohr. Es werden MusikstĂŒcke gestreamt, die den selben musikalischen Kriterien entsprechen wie die auf der eigenen PrĂ€ferenzliste. Das heisst also in meinem beispiel, ich wĂŒrde alles hören, was laut der Datenbank so Ă€hnlich ist wie die “EinstĂŒrzenden Neubauten”. Nun ja, das haut natĂŒrlich nicht immer so richtig hin, aber wen wundert was er da hört, kann sich auch anzeigen lassen, warum denn nun ein bestimmter Song gespielt wird. Naja, nicht immer ĂŒberzeugend aber gut ![]()
Es lĂ€sst sich zudem ein StĂŒck als “gefallen” oder “nicht gefallen” markieren. Wenn es nicht gefĂ€llt, wird es geskippt. Aber vorsicht: es gibt ein Skip-Stunden-Limit, wo das liegt, konnte ich aber noch nicht feststellen … steht vermutlich in den FAQ ![]()
Neben den eigene StĂŒcken kann man sich auch Listen anderer Teilnehmer laden und entsprechende Musik hören, vorausgesetzt man kennt die E-Mail-Adresse desjenigen und findet die Station.
Gespielt wird das Ganze mit Flash, der Browser ist also immer offen.
Fazit: Gut fĂŒr’s BĂŒro, es lĂ€sst sich einiges finden und entdecken. Manchmal lĂ€sst sich das Erscheinen eines Songs oder Interpreten zwar nicht nachvollziehen (ich tippe ja darauf, dass aufgrund eines kommerziellen Hintergedankens immer mal was eingestreut wird … ) aber im GroĂen und Ganzen ist es ganz okay.
Das zweite System ist Last.fm. Dieses System ging aus Audioscrobbler.com hervor, was wohl ein System zur Ermittlung von Hörerverhalten war … ist. Bei Last.fm meldet man sich an, lĂ€dt sich den propriertĂ€ren Player herunter (die Office-Version muss nichtmal installiert werden
) und sucht sich anhand von Tags (Also Schlagwörtern) Musik des eigenen Geschmacks. Hat man erstmal was gefunden kann es losgehen. Die VerknĂŒpfung der Tags mit Musik klappt etwas besser als bei Pandora, da es hier hauptsĂ€chlich um Stile geht und die Zuordnungen zu diesen von den Hörern selbst vorgenommen werden können. Ich kann also alles was ich höre auch taggen.
Was man findet ist viel … sehr viel. Die Auswahl ist wesentlich umfangreicher als bei Pandora, insbesondere abseits des Mainstreams lĂ€sst sich einiges finden. Die Musik wird aber auch hier gestreamt, es finden keine Downloads statt.
Von Audioscrobbler ist die umfangreiche StatistikfunktionalitĂ€t geerbt worden. Es lĂ€sst sich zunĂ€chst einsehen, was ich wie oft gehört habe. Ab einer bestimmten Anzahl von Songs (so etwa 300) lassen sich “Nachbarn” finden, also andere User, die etwa die gleiche Musik mögen und hören. Man kann Friends finden, Gruppen bilden etc pp. Um seine Playliste schnell zu erweitern, kann man auch den eigenen MP3-Player benutzen. Ein Audioscrobbler-Plugin sorgt dafĂŒr, dass die Informationen aus den ID-Tags ausgelesen und ĂŒbertragen werden. Somit ist das wohl eher etwas fĂŒr Exibitionisten, denn dem einen oder anderen wird diese InformationsĂŒbertragung sicher Magenschmerzen bereiten … wem’s gefĂ€llt.
Fazit: Ich benutze Last.fm hauptsĂ€chlich, weil man hier unheimlich viel Musik findet, die tatsĂ€chlich dem eigenen Geschmack entspricht. (ĂŒbrigens … : Mein Profil
)