Inade – samadhi state
Endlich ist sie da, meine Going-Underground-Bestellung
Ob ich alle einzelnen CDs hier vorstelle, weiss ich noch nicht, aber die Krönung will ich hier doch nicht vorenthalten.
Inade sind ja als Begründer und “Flagschiff” der Loki Foundation bekannt und beliebt. Ganz zu Recht, wie ich nach dem ersten Hören ihres neuen Albums “samadhi state” wiedereinmal umstandslos bemerken kann. Etwas professionellere Rezensionen finden sich übrigens beim :Ikonen:-Magazin und bei Neo-Form, welche ich dem Leser gern ans Herz lege.
Das Album ist eigentlich kein neues, da es “nur” bisher unveröffentlichte Stücke der letzten Jahre enthält. Naja, also ist es doch ein neues Album
. Schon nach den ersten Sekunden war mir klar, dass die Vorfreude und Spannung auf diese CD mit Sicherheit befriedigt werden würden. Klar, sauber und druckvoll schleichen die ersten Klänge aus den Lautsprechern heraus. Nach einer Minute dann das erste Pochen, begleitet von der Rezension eines Gedichtes von Friedrich Nietzsche aus dem Nachtwandler-Lied aus dem Zarathustra. Augen zu und genießen, denn diese Klänge muss ich einfach aufsaugen. Das aus den tiefsten Tiefen aufsteigende Pulsieren (wie es etwa auf der “The Crackling Of The Anonymous” vorhanden war) wurde zwar hier etwas zurück gestellt, fehlt aber im Grunde nicht. Es gibt keinen Noise, also keine in den Ohren kratzenden oder fiependen Töne, es fehlt aber dennoch nicht an Struktur und Kraft, der ich mich einfach widerstandslos hingeben muss. Ich glaube, die ausgefeilten Klangstrukturen als spirituell oder rituell zu bezeichnen ist sicher kein Fehlgriff. Zumal sie nichts anderes sein sollen
Das betrifft sowohl das Thema der Musik von Inade allgemein, als auch den Klang und die damit verbundene Hörerfahrung.
Was ich bisher von Inade und Loki gewohnt war, konnte ich auch mit diesem Album wieder enttäuschungslos bekommen: eine absolut hochwertige Produktion mit feinstem … tja, wie mag man das nennen? Ich bin geneigt, diesen Stil als Deep-Pulse-Ambient zu bezeichnen, aber Namen sind ja bekanntlich Schall und Rauch
Die Hörer von Last.fm betaggen Inade zumeist mit “Dark Ambient”, wobei dieser Begriff Inade jedoch nicht gerecht wird, wie ich finde. Die ebenfalls dort zu findende Bezeichnung “guided tour of the cosmos” passt wesentlich besser
Zugegeben, die Projekte ähneln sich zuweilen sehr, insbesondere was den Stil an sich angeht. Herbst9, Ionosphere, Combative Alignment und natürlich Inade klingen alle sehr nach Loki, wodurch natürlich ein ganz besonderer Sound geprägt wurde. Aber jedes dieser Projekte hat doch seinen ganz eigenen Klang und der von Inade gefällt mir doch immer noch am besten.
