Kurzer Gedanke zur gestrigen Wahl

Statistiken sind ja in der Regel mit Vorsicht zu genießen, das ist auch mir bewusst. Wenn das, was Wolfgang Lieb auf den Nachdenkseiten schreibt aber auch nur annähernd stimmt, ist das in meinen Augen schon bemerkenswert:

Es war schon eine merkwürdige Wahl: 60 Prozent der Befragten sind er Meinung, man wisse nicht genau was die CDU vorhabe. Und nicht viel weniger wissen das von der FDP. 60% glauben nicht, dass die Steuern gesenkt werden sondern eher erhöht. 68 Prozent meinen, dass die CDU nicht ehrlich sei und gegenüber der FDP ist das Vertrauen nicht größer. Merkel wird weder zugetraut, dass sie die Wirtschaft in Schwung bringt (nur 34% meinen das) noch dass sie für mehr soziale Gerechtigkeit sorgt (nur 20% glauben das). Und dennoch haben die Wählerinnen und Wähler für eine Mehrheit derjenigen Parteienkonstellation gesorgt, die diametral gegen die politischen Ziele steht, für die eine Mehrheit in der Sache eintritt, angefangen vom Atomausstieg, über die Erhaltung des Sozialstaats bis zum Abzug aus Afghanistan. Weil die Bürgerinnen und Bürger keine Alternative gesehen haben und deshalb zum Teil gar nicht mehr zur Wahl gingen und damit die politischen Kräfte nicht stark genug gemacht haben, die dem selbsternannten „bürgerlichen Lager“ etwas entgegensetzen hätten können, ist es zu Schwarz-gelb gekommen.

(Quelle: nachdenkseiten.de)

Ein gutes haben die Ergebnisse zumindest: Die Verhältnisse sind etwas klarer und durchschaubarer. Alles andere wird sich nun in den kommenden vier Jahren zeigen.