traumessenz – fragmente

geschrieben

Ich behaupte nicht, mit Worten gut umgehen zu können. Ich bin kein Poet und kein Dichter. Aber gerne spiele ich mit den Worten, die in meinem Kopf existieren.

Schon seit einigen Jahren schreibe ich hin und wieder Gedanken nieder, die mich bewegen, inspirieren oder befallen. Sprachlich inspiriert beispielsweise von der wundervoll abstrakten und rätselhaften Poetik Endraums entstand so eine Reihe von Gedichten, von denen jedes einzelne eine Erinnerung an einen Gedanken darstellt. Nicht immer aktuell was meine Person betrifft, aber dennoch Teil von mir und deshalb hier zu lesen.

Sinnspiel

Hände, nach einem Gesicht suchend
tastend

Sterben

Das Augenlicht verirrt sich
in der Fernen

Gedanken

Ein Gedanke benetzt mein Hirn
ein einzelner, kleiner Gedanke

Stern

Ewig wandelnd
unter einem seltsamen Stern

Liebe

Das dunkle Meer rauscht verträumt
die riesige, jedoch kühle Scheibe des Mondes

Fenster

Das kleine Fenster steht weit offen
Nebelschwaden ziehen daraus hervor

Sepulcrum

Das feuchte, vom Tau der Nacht benetzte Laub bleibt völlig lautlos unter seinen Füßen, die ihn hierher trugen. Er steht vor dem großen Tor. Das gealterte Mauerwerk arbeitet seit mindestens hundert Jahren an seinem Verfall. Er drückt die Klinke herrunter und das aus Stahl gefertigte, mit vielen wunderschönen Verzierungen ausgestattete Tor gibt in seinem Schloß [...]

Erinnerung

still fällt regen
auf kühle haut

Tod im Juni

in einem stummen wald,
an einem schwarzen see,

Tiefen

Abgründige Tiefe,
leeres Schweigen

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