traumessenz – fragmente

Troum

Shutûn

Hoffentlich sehenswert

Filmekunst, die ich gerne noch rezipieren will. Die Liste wird vermutlich eher lĂ€nger als kĂŒrzer, wird aber halbwegs aktuell gehalten.
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Cotard und kalte Gedanken

Verehrter Herr von B.,

haben Sie sich irgendwann einmal gefragt, ob Sie wahrhaftig existieren oder haben Sie das sogar einmal ernsthaft angezweifelt? Ist es Ihnen schon einmal in den Sinn gekommen, dass Ihnen vielleicht eines Ihrer Organe fehlen könnte (fĂ€llt es doch als Laie gewiss schwer, solcherlei Vermutungen nachzuprĂŒfen)? Ist in Ihnen einmal der Gedanke gekeimt, dass alles Bestehende nichtig und leer sein könnte? Oder sperrt sich Ihr Verstand grundsĂ€tzlich gegen Ideen dieser Art?
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Neulich in der Konditorei

Die anderen Damen hatten durchaus nicht die Absicht, sich in Sachen Verstopfung so ohne weiteres ĂŒbertrumpfen zu lassen. Sie litten intensiver als irgendwer sonst an Verstopfung. Sie wollten das Gehörte nicht glauben, sie verlangten Beweise. Die solchermaßen unter Druck gesetzte Dame teilte mit, sie mache jetzt Winde, wenn sie aufs Klo gehe, das reinste Feuerwerk …
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ZurĂŒck aus Wien

Liebes FrÀulein D.,

ich bin am heutigen Tage wohlbehalten aus Wien wieder hier in meiner Heimat eingetroffen. Es war eine wundervolle Reise voll von EindrĂŒcken, die ich Ihnen aber an anderer Stelle ausgiebig darlegen möchte. Ich muss Ihnen in diesem kurzen Brief von einer Sonderbarkeit berichten, die mir genau heute wiederfahren ist. Schnellstmöglich verließ ich nach der Ankunft den Bahnhof, die MĂŒdigkeit und Vorfreude trieb mich eilig in mein kleines KĂ€mmerlein. Dort fand ich die Post vor, die in den vergangen zwei Wochen fĂŒr mich abgegeben wurde.
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172 Minuten

Ich freue mich sehr auf diese 172 Minuten und bin gespannt, was sie aus mir zu machen vermögen. Vielleicht einen ratlos dreinschauenden und sich dumm fĂŒhlenden kleinen Jungen. Vielleicht einen erleuchteten Seher. Vielleicht einen glĂŒhenderen Verehrer seiner Kunst, wovon ich grundsĂ€tzlich schonmal ausgehe. Sicherlich und hoffentlich aber jemanden, fĂŒr den sich diese 172 Minuten zu einem Weg ausrollen werden, der noch lange beschritten werden kann, der Gehirnwindungen fast platzen lĂ€sst vor Gedankenspielen und Sinnsuchen, der sich subjektiv auf Monate ausdehnen wird. Ich freue mich darauf, die Hasen zu sehen, die polnischen Dialoge nicht zu verstehen, in das Grauen einzutauchen und die Ratlosigkeit in den Knochen zu spĂŒren. Ich freue mich auf den Willen, nachzuahmen, auf das GefĂŒhl, etwas lohnendes zu sehen und zu hören.  Am 26.4. ist es soweit. Oder auch ein paar Tage spĂ€ter. [weiterlesen →]

Verehrtes FrÀulein D.,

ich schreibe Ihnen noch ein paar Zeilen, bevor ich mich heute noch nach draußen wage um das letzte StĂŒck blauen Himmels zu genießen. Nachdem ganze SturzbĂ€che grauschmutzigen Wassers den gesamten heutigen Tage vom Himmel prasselten, muss ich doch noch aus meiner engen Stube und ein wenig saubere Luft schöpfen. Heute war wirklich ein sonderbarer Tag mĂŒssen Sie wissen und das atmen fĂ€llt mir fast schon schwer.
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Lieber Vater,

ich weiss, Sie haben mich gestern erwartet, insbesondere da die anstehenden Ausbesserungsarbeiten recht umfangreich und mĂŒhsam sein mĂŒssen. Entschuldigen Sie bitte mein Fernbleiben, ich weiss, dass es kaum gut zu machen ist. Aber seid bitte nicht erbost, ich kann es erklĂ€ren. Bitte glaubt mir meine folgenden Worte, auch wenn es vielleicht schwerfĂ€llt.
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Mein verehrtes FrÀulein,

ich muss mich dafĂŒr entschuldigen, dass unsere geplante Kommunikation in der vergangenen Nacht nicht stattfand. Ich versichere Ihnen, keinerlei derartige Absichten gehegt zu haben. Vielmehr war es so, dass unglĂŒcklicherweise der Strom ausgefallen sein muss. Dadurch versagten die GlĂŒhlampen ihren Dienst, ebenso der Wecker, welcher stumm blieb bis ich heute morgen (wohl geruht zwar aber alsbald unglĂŒcklich) aufwachte und das Dilemma erkannte. [weiterlesen →]

Wel-Traum

Ein Strauß kleiner aber doch recht langstieliger Sonnenblumen lĂ€sst sich bei schlechtem Wetter gut transportieren, indem man sie mitsamt der dĂŒnnen Vase unter den JackenĂ€rmel schiebt, möglichst ohne dabei die zarten BlĂŒten zu beschĂ€digen. Solange man den Arm nicht bewegen oder gar beugen muss, stellt dieser Transport kein Problem dar, so dass das GewĂ€chs frisch dem zu Beschenkenden ĂŒberreicht werden kann. Das habe ich heute nacht gelernt.

Übrigens, wer K.H. oder K.B. kennt und Informationen ĂŒber deren Verbleib oder noch besser, ĂŒber Kontaktmöglichkeiten verfĂŒgt, kann mir diese gerne zukommen lassen. Danke.

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